Hallo Welt!
Ja, Hallo Welt, so fängt irgendwie alles in der Computerwelt an. Wer in dieser Branche arbeitet, dem ist diese Phrase geläufig, selbst eine super komplexe Software schreibt gerne zu aller Anfang diese zwei Worte auf den Monitor, einfach um zu zeigen, dass alles richtig installiert ist.
So macht es auch WordPress, in der Tat, die Installation geht innerhalb weniger Minuten, und damit man auch einen Einstieg hat, ist der erste Artikel bereites ge- und mit “Hallo Welt!” überschrieben. Und nicht ohne eine gewisse Ironie ist der Untertitel des Dummy-Blogs “Just another WordPress-Blog”. Schlampig übersetzt “noch ‘n Blog”… als ob die Welt bzw. die virtuelle im WWW nicht schon vor ausreichend und überflüssigen Sich-Selbst-Darstellern von Kaninchenzuchtvereinsmitgliedern oder Kakteenliebhabern strotzt…
…ab heute gibt’s noch einen mehr! Und das “Hallo Welt!” ist in der Tat ein guter Einstieg, denn ohne ein eigentliches übergreifendes Thema zu haben, über das man (ich nun in diesem Fall) schreiben will, ist es auch schwer, ein paar passende erste Worte zu schreiben.
Nun denn, der Blick in die Vergangenheit erklärt aber, warum mir durch den Kopf geht, dass ich bloggen möchte. Kurz gefasst, ich habe 2007 eine Greencard für die USA gewonnen, nach anfänglichen Hadern habe ich die Gelegenheit genutzt, bin von Juli 2008 bis Juni 2009 in San Francisco gewesen, und in dem Rahmen war irgendwann mein Blog da, um einerseits für mich eine Erinnerung zu haben, gleichzeitig aber die Leute in der Heimat im groben informiert zu halten.
Was eher diese beiden praktischen Hintergründe hatte, hat sich – für mich selbst auch überraschend – als Steckenpferd gezeigt. Das Schreiben hat mir Spaß gemacht, ich mache ganz gerne Fotos, hier war mein Eindruck, dass ich mich damit nicht verstecken muss, und für mich persönlich ist dabei ein rundes Ding an “Lebenszeitdokumentation” geworden, mit knapp 120 Beiträgen aus meinem Jahr in Kalifornien, sicherlich die best fest gehaltene Zeit meines bisherigen Daseins. Der komplette Bolg ist nach wie vor Online: www.stephan-in-amerika.de.
Das Jahr ist aber vorbei, und auch ein kurzes Nachladen während meines 6 wöchigen Aufenthalt im Herbst 2009 in San Francisco hat für mich persönlich eher ein leicht schales Gefühl hinterlassen. Die Fotos wiederholten sich irgendwie, und letztendlich ist es auch nicht so spannend, wenn man mehr oder weniger einen verlängerten Urlaub macht und hier Eindrücke vermitteln will. Natürlich waren das 6 schöne Wochen für mich, aber die Einträge passten irgendwie nicht mehr zu dem voran gegangenen Jahr, die Geschichte schien fertig geschrieben zu sein.
Aber trotzdem habe ich Lust zu schreiben. Lust, meinen Hirnschmalz irgendwie auf virtuelles Papier zu bringen, wie ich Dinge erlebe, was ich dazu denke, und und und… Aber ohne Anspruch, an der Welt was zu drehen, oder literarisch gar was Besonderes schaffen zu wollen. Aber natürlich mit Freude daran, wenn die Klickzahlen den ein oder anderen Leser vermuten lassen.
Thematisch wird das – wie die URL vielleicht vermuten lässt – nicht sonderlich spezifiziert sein. Wenn ich es richtig im Kopf habe, hieß im Kölner Stadt-Anzeiger vor Jahren eine Rubrik “Unverlangt eingesandt”. Dort wurden Berichte abgedruckt, die von Lesern eingesandt wurden. Die Geschichten waren mitunter nett, mitunter aber auch eben meiner freien Untertitelung dieser Rubrik “Dinge, die die Welt nicht wissen will” entsprechend.
Nun denn, nun eben ein Blog mehr, von mir aus auch gefahrlaufend, genau in dieser Weise kategorisiert zu werden. Egal, die Gefahr nehme ich in Kauf, und ab nun viel Vergnügen beim Lesen….
Viele Grüße, Stephan
Tags: Blog, Dies & Das, USA